Gedanken zum Open Circle

Es gab eine Zeit in der Krankheit als eine geteilte Erfahrung gesehen wurde, die die gesamte Gemeinschaft betroffen hat. Weil die Menschen die tiefgehende Verbundenheit zwischen allem und jedem erkannt haben, folgte daraus, dass das was einer Person widerfahren ist, Auswirkungen auf jeden anderen hatte. Obwohl eine Krankheit sich in einer Person manifestiert, kann es für das Wohlergehen aller anderen bedrohlich sein.

Eine Krankheit, die nicht verstanden wurde oder wo keine Besserung eintrat, betrachteten sie als Riss im Gebilde des Universums. So kam die gesamte Gemeinschaft zusammen um abzuschätzen, was gebraucht wird, um das Gleichgewicht im Einzelnen, in der Gemeinschaft und Umwelt wieder herzustellen. Die Stammesältesten, Medizinleute, alle haben mitgemacht, um sich mit dem was als Störung im Lebensfluss gesehen wurde zu befassen und zu heilen.

Der Open Circle ist eine Einladung healing medicine zu praktizieren, indem man zusammen kommt, um auf dieser Reise Gemeinschaft zu leben.

Indem wir einen Kreis von vielen Praktizierenden und nur einem „Klienten“ erschaffen- viele Receiver (Empfänger) für einen einzelnen Gift-Giver (Geschenkegeber)- öffnen wir uns einer anderen Art und Weise mit Krankheit zu arbeiten; im Besonderen mit Menschen, die unter akuten und/oder chronischen Zuständen leiden, die bereits alles andere versucht haben, ohne positiven Erfolg.

Das ist ein kreativer, intuitiver Prozess der das tiefe, unbewusste Wissen, das in jedem einzelnen Therapeuten, aber auch in der Gruppe als Ganzes steckt, anspricht. Der Heilungsprozess – das „wieder Ganz” werden – ist ein kreativer Akt der sich entfaltet, wenn man der Führung des Bewusstseins vertraut, das uns alle miteinander verbindet.

Willkommen zum nächsten Schritt der Entfaltung von Body Resonance. Ich habe lange Zeit davon geträumt, in einem Kreis von Praktizierenden mit nur jeweils einer Person (Klienten) zu arbeiten. Ich freue mich, dass dieser Open Circle der Erste von vielen sein wird.

Termine: 04 – 07 Oktober, 2018

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Was fehlt?

Hier in Brigthon waren die letzten Tage von 2017 sehr stürmisch mit starkem Wind und Regen der in Schnee überging. Kurz vor Weihnachten bin ich von der Kälte reingegangen in ein örtliches Café um eine wärmende Tasse heiße Schokolade zu genießen. Das Café war sehr voll und belebt. Ich habe an meinem Getränk genippt und nach kurzer Zeit begann die Musik aus den Lautsprechern, die Stimmen der Menschen, das Zischen der Espressomaschine und die Kellnerinnen, die geschäftig ihre Arbeit erledigten, das alles miteinander zu verschmelzen zu einem Energiewirbel, der mich umgab.

Ich konnte die Aufregung die wegen Weihnachten in der Luft lag, spüren und gleichzeitig eine bestimmt Anspannung wahrnehmen.

Mir wurde bewusst wie die Weihnachtssaison gemischte Gefühle aufwirbeln kann, auch wenn Du eine idyllische Kindheit hattest, können Familientreffen stressvoll sein. Was immer unerlöst ist, kann getriggert werden. Wir alle wollen uns dazugehörig fühlen, akzeptiert, geschätzt und geliebt werden. Natürlich wenn wir diese Dinge in uns selbst nicht fühlen, dann halten wir wahrscheinlich Ausschau nach einem Beweis dafür, dass wir nicht akzeptiert, geschätzt oder geliebt werden.

Während ich so da saß, begann ich eine Regung in mir zu spüren, irgendein Schatten der meine Aufmerksamkeit bekommen wollte; nichts Eindeutiges, nur ein vages Gefühl von einem früheren Verlust, vielleicht die Erinnerung einer alten Wunde. Ich hatte kein klares Bild, nur der Gedanke das etwas „falsch“ ist.

Ich konnte mir nicht vorstellen, was das sein könnte. Immerhin war ich drin, im Warmen und Trockenen. Es gab also keine klare und gegenwärtige Gefahr, nur Menschen jung und alt, die ihr Zusammensein genießen.

Wir tendieren dazu nach dem Negativen Ausschau zu halten: durch unseren Überlebenstrieb sind wir eher programmiert sensibler zu sein für das was schlecht laufen könnte, als das was gut ist.

Also, was tun? Einen schönen sanften Atemzug nehmend (und den Bauch weich sein lassen), wurde mir bewusst, dass ich im Grunde doch wusste, was dieses unruhige Gefühl war: es war eine uralte Angst, die in der Vergangenheit mein Bewusstsein aktiviert und vollkommen eingenommen hätte. Ich hätte dann mehr und mehr Energie in diesen Gedanken gegeben, das tatsächlich etwas falsch ist und wäre in die Kontraktion gegangen, in dem einen oder anderen Hasenloch verschwunden, in der Vorstellung des „Falschseins“ und das endete immer in Wut und Depression.

Und dann erinnerte ich mich, dass diese historische Angst immer begleitet wurde von dem Gedanken, dass etwas fehlte.

Also fragte ich mich: „Also dann, was fehlt? Was ist es genau was fehlt?“

So dasitzend, einfach den gegenwärtigen Moment wahrnehmend, trotz all der lauten Musik und Unterhaltungen, gab es eine Stille, mit der ich mich verbinden konnte. Und in dieser Stille konnte ich die alte Konditionierung, genauer gesagt das Echo dieser Konditionierung, erkennen. Irgendwie war da auch Platz für diesen Schatten, was alles mit einbezog, was ich vielleicht dachte was richtig oder falsch war. In mir entstand ein Frieden und die Erkenntnis (wieder einmal), dass ich in diesem Frieden die einfache Wahrheit gefunden hatte, dass nichts fehlte. Gar nichts fehlte.

Als ich das Café verließ wurde ich begrüßt von einer blassen Wintersonne, die durch einen bewölkten Himmel schien, es lag eine Stille in der Luft -still genug um Liebe und Akzeptanz… in mir… und überall zu bemerken.

Während ich diese Zeilen schreibe haben wir 2018. Die Neujahrsfeiern sind vorüber, die Geschäfte sind geschlossen für die Feiertage, die Straßen – vom Müll der Feuerwerkskörper übersät – sind jetzt wieder ruhig geworden. Während ich Richtung Meer spaziere, nicht weit von da wo ich wohne, taucht eine Frage auf: „Was nun?“ Während dieser Fragestellung kann ich die Aufregung spüren, des Potentiales dessen, was kommen könnte. Zur selben Zeit erzeugt diese Frage eine Anspannung und ich spüre das es mich auch wegziehen könnte, weg von dem was tatsächlich hier und jetzt ist, ohne eine Geschichte hinzuzufügen. So stehe ich am Strand und schaue auf das Meer hinaus, die Wellen rollen herein und brechen sanft auf dem steinigen Strand, gefolgt vom Rauschen, während sich das Wasser zurückzieht um eine neue Welle zu bilden, wieder und immer wieder…. so wie es seit Millionen von Jahren geschieht. Mit diesem Gedanken entsteht Gnade, die der Stille, Liebe und Akzeptanz begegnet.

Ein frohes neues Jahr für Dich, mögen Deine Träume wahrwerden und jeder Augenblick erfüllt sein.

Wenn Du präsent bist mit dem was „ist“… dann fehlt nichts.

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Die heilenden Kräfte von Bewusstsein und Selbstermächtigung

Ich wurde eingeladen, bei einem Kongress in Heidelberg einen Vortrag für Ärzte / Onkologen und ihre Patienten zu halten: „Patienten-Arzt-Kongress der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr  – Selbstheilung im Fokus.“ Der Titel meines Vortrags lautete: „Die heilenden Kräfte von Bewusstsein und Selbstermächtigung.“

Den Eindruck den ich von diesem Kongress bekommen habe, ist der einer tiefgehenden Erfahrung von Unterstützung – nicht nur für Patienten, sondern auch für Therapeuten. Die Hauptbotschaft, wie ich sie von den vortragenden Ärzten vernahm, war folgende: „deine Krankheit spricht zu dir, also ist es wichtig zuzuhören. Welche Behandlung du dich auch immer unterziehst, wenn deine Intuition dir sagt das es nicht funktionieren wird, dann ist es wahrscheinlich auch so. Höre auf dein Herz!“

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Interview: Glistening Particles Podcast

Ich wurde vor kurzem von Jane für ihre Glistening Particles Podcast Serie “Conversations with inspiring random acquaintances” interviewt. Du kannst den “Podcast” hören, indem Du hier anklickst (nur auf Englisch). Unter anderem erzähle ich wie ich auf meinem Weg begonnen habe, Body Resonance zu entwickeln, was mich dazu gebracht hat einen tieferen Blick aufs Leben und allem was ist zu nehmen.

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Body Resonance Gathering am Grundlsee

Wir hatten eine schöne Zeit zusammen am Grundlsee. Wir feierten unsere starken Verbindungen miteinander in der friedlichen Umgebung des kristallklaren Sees inmitten der Berge. Es war wunderbar, dass in diesem Jahr Freunde und Familie mit dabei waren. Ich war sehr berührt von den Erfahrungen, die wir teilten und zu erleben, wie wir alle miteinander waren.

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Brief an einen Häftling

Kürzlich besuchte ich einen Mann im Gefängnis. Die Länge seines Strafmaßes bedeutet, dass aller Wahrscheinlichkeit nach zum Zeitpunkt seiner Bewährung seine Kinder erwachsen und seine Eltern nicht mehr am Leben sein werden.

Und dies ist nur ein Teil der PrisonBarsLightkrassen Realität einer langen Haftstrafe. Das andere Faktum ist, dass die persönliche Freiheit genommen ist. Jeder Aspekt des Lebens ist im Gefängnis kontrolliert. Der Häftling hat nicht die Wahl wann er aufstehen oder zu Bett gehen wird, wann er nach draußen geht, um Sonnenlicht und frische Luft zu tanken. Wo immer der Häftling hingeht, bedeutet dies, durch versperrte Türen zu gehen, vor denen er zu warten hat, bis jemand sie ihm öffnet. Einfache, alltägliche Dinge, die wir alle als selbstverständlich betrachten, sind für einen Inhaftierten nicht verfügbar.

Es kann sein, dass dieser Mann fälschlich verurteilt wurde. Ich bin kein Rechtsexperte und war auch nicht dort, um ihn bezüglich seines weiteren Vorgehens zur Berufung gegen das Urteil zu beraten.

Hier ist der Brief, den ich an ihn schrieb:

Lieber H…

Es war mir eine Freude, dich letzte Woche zu treffen. Ich hoffe, unsere Begegnung war auf irgendeine Weise hilfreich für dich. Diesen Brief schreibe ich dir nun zur Erinnerung an einiges, das wir besprochen haben.

Es ist wichtig zu wiederholen, dass, wie immer die Sachlage in deinem Fall sein mag, Fakt ist, dass du zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden bist. Und was immer bezüglich deiner Berufungen geschehen wird, die Frage bleibt, wie du drinnen lebst. Damit meine ich sowohl im Gefängnis mit all seinen Strukturen und Regeln, als auch in ‚dir’.

Du erzähltest mir, deine Absicht sei, noch immer zu lächeln, wenn du schließlich entlassen wirst. Ich bewundere dies. Zur gleichen Zeit fragtest du mich, wie du es angehen kannst, nicht zunehmend wütender zu werden und Rachegedanken zu entwickeln. Ich vermute, die Antwort liegt darin, wie du in der Gegenwart zu leben wählst;  wie du in jedem Moment *bist*. Meiner Erfahrung nach ist die reine Ausrichtung auf die Zukunft eine unmögliche Aufgabe, die einen hart und oft zunehmend verbittert werden lässt. Die Wahrheit ist, dass wir nur in diesem gegenwärtigen Moment *sein* können. Überhaupt hast du nie irgendetwas in der Zukunft getan! Und die Vergangenheit ist etwas, das in unseren Erinnerungen existiert …. die wir ständig in einem gegenwärtigen Moment adaptieren.

Was ist also zu tun? Ich würde sagen, dass dein Leiden respektiert werden muss. Du kannst den Schmerz nicht ignorieren, da er real ist. Aber statt dass du den Schmerz dich hart werden lässt, lass ihn dich erweichen. Der Schmerz kann dich eher öffnen als dich verschließen. Wie du schon entdecken konntest ist ein Ergebnis deiner Inhaftierung das Gewahrwerden über deine Liebe zu deinen Eltern und das Erkennen, wie sehr sie dich lieben. Lass also den Schmerz damit fortfahren, dich dorthin zu führen, wo du Ausschau hältst nach denen, die dich annehmen.

Kannst du die gleichzeitig existierende Widersprüchlichkeit annehmen, im selben Augenblick damit fortzufahren, deinen Namen reinzuwaschen während du zur gleichen Zeit nach der Akzeptanz der Realität deiner derzeitigen Situation strebst? Es scheint mir als würde hierin deine Freiheit liegen.

Manche Gefühle, wie Ärger und Verbitterung, sind nicht angenehm; aber es sind natürliche Gefühle, die als Antwort auf den Gedanken, ungerecht behandelt und nicht verstanden worden zu sein, auftauchen. Die meisten Menschen tun die meiste Zeit nahezu alles, solche Gefühle zu vermeiden, indem sie ihren Weg aus diesen Gefühlen zu ‚denken’ versuchen; eine Lösung suchen oder manipulieren, was üblicherweise bedeutet zu behaupten, ‚recht’ zu haben und jemandem die Schuld zuzuweisen. Die Wahrheit bleibt jedoch, dass ‚recht haben’ nichts dazu beiträgt, den Schmerz zu lindern.

Wenn wir diesen Gefühlen hingegen Raum geben, einfach indem wir sie ‘haben’, ohne sie zu unterdrücken oder sie auszuagieren, ohne ihnen irgendeine Energie zu geben, werden sie säuberlichst verbrennen. Die Emotion richtet sich nach dem Körper; sie tut was immer da ist zu tun und, wenn du ihr keine Energie gibst, wird sie allmählich durchwandern ähnlich einer Wolke, die über den Himmel zieht. Was in uns bleibt ist Raum, ein Gefühl von Weite. Dies ist ein profunder Weg um Akzeptanz zu finden und loszulassen.

Viktor Frankl, ein Überlebender der Konzentrationslager, schrieb:

“Alles kann einem Menschen genommen werden, außer einem; die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen, seinen eigenen Weg zu wählen. <…..> Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“
(von, Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn)

Ich wünsche dir Frieden.

Und, wie ich schon sagte als wir auseinander gingen: wenn du ein weiteres Treffen möchtest, bin ich sicher wir können es einrichten, wenn ich nächstes Jahr wieder in der Gegend bin.

Die besten Wünsche,

David

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Halb Voll? Halb Leer?

Da steht ein Glas Wasser auf dem Tisch. Es betrachtend stelle ich mir eine wohlbekannte Frage. „Ist dieses Glas halb voll oder halb leer?“. Manchmal bin ich sicher, das Glas ist halb voll und zu anderen Zeiten bin ich ziemlich sicher, es ist halb leer.

Zweifellos gibt es da eine Verbindung zwischen dem, wie ich mich fühle und diesem Denkvorgang. Üblicherweise sind wir uns dessen nicht bewusst, wie eng unser Gefühlsstatus mit unseren Denkprozessen verbunden ist. Was man denkt hat eine physiologische Resonanz im Körper … und ungekehrt, was man in seinem Körper fühlt zeigt ein korrespondierendes Gedankenmuster. Der Körper und der Geist sind in einem biologischen Feedbacksystem miteinander verknüpft.

waterglassIch schaue auf dieses Glas Wasser und denke es ist halb leer. Ziemlich sicher hätte ich gestern gedacht, es ist halb voll! Gestern fühlte ich mich voller Energie (vielleicht das Ergebnis daraus, dass meine Liebste mir köstlichen, sehr starken Kaffee zubereitete). Heute fühle ich mich kraftlos. Gestern, in diesem Gefühl, voller Energie zu sein, war das Glas zweifellos halb voll; heute erscheint dasselbe Glas Wasser eindeutig halb leer.

Ich bin mir nicht sicher was zuerst da war, mein Gefühlszustand oder meine Denkprozesse? In der Betrachtung dessen wird mir nun bewusst, dass – was immer meine Antwort ist – ich damit einfach die Gedankenprozesse und/ oder Glaubenssätze bestärke, die ich habe. Es ist dann nur ein kleiner Schritt daraus zu folgern, dass ich mich in der Auslegung des Glases als halb leer ‚negativ’ fühlen muss um dann in weiterer Folge zu denken, ich ‚sollte’ positiv sein. Dieser Gedanke erzeugt Druck; ist ein stressbeladener Gedanke.

Stressbeladenes Denken hat ein deutliches Muster: es ist in seinem Wesen kreisend. Wie ein Hamster auf seinem Rad drehen wir denselben Gedanken  in unserem Denken herum. Wir meinen vielleicht, unterschiedliche Gedanken zu einem bestimmten Thema zu haben. Doch wenn wir den Fluss des – hauptsächlich unbewussten – Denkens aufnehmen könnten, würden wir wahrscheinlich entdecken, dass derselbe Gedanke wieder und wieder auftaucht. Je länger diese Denkprozesse laufen, umso mehr Anspannung entsteht.

Eine Psychologin, tätig im Bereich Stressmanagement, hielt vor ihren Zuhörern ein Glas Wasser hoch. Jeder erwartete, dass sie die ‚Halb voll-/ halb leer-Frage’ stellt. Tat sie aber nicht. Stattdessen fragte sie: „Wie schwer ist dieses Glas Wasser?“.  Die Teilnehmer riefen ihr Antworten zwischen 200 und 500 Gramm zu.

Die Psychologin antwortete: “Das absolute Gewicht spielt keine Rolle. Es hängt davon ab, wie lange ich es halte. Halte ich es eine Minute, ist es kein Problem. Wenn ich es für eine Stunde halte, wird mein Arm schmerzen. Halte ich es für einen Tag, wird sich mein Arm taub und  gelähmt anfühlen. In jeder der Situationen hat sich das Gewicht des Glases nicht verändert, doch je länger ich es halte, umso schwerer wird es.“

Sie setzte fort: “Die stress- und sorgenbeladenen Situationen im Leben sind wie das Glas Wasser. Denke für eine Weile über sie nach und nichts wird passieren. Denk etwas länger darüber nach und sie beginnen zu schmerzen. Und wenn du den ganzen Tag lang über sie nachdenkst, wirst du dich gelähmt fühlen – unfähig irgendetwas zu tun.“

Also …..  erinnere dich daran das Glas abzustellen. Was auch immer an Stress in deinem Leben auftaucht, welche Last auch immer du tragen magst; einfach die Gegenwärtigkeit für diese internale Feedbackschleife zwischen Gedanken und Emotionen kann dir ein wenig Raum geben – und  von dort aus eine andere Perspektive: das Glas ist weder halb voll noch halb leer (es könnte beides sein!). Der größte Stress ist der stressbeladene Gedanke; dieser Gedanke trägt mehr Gewicht im Vergleich zu dem, was tatsächlich in einem Moment geschehen könnte.

Ich bin durstig. Das Glas Wasser sieht einladend erfrischend aus.

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